Mashup Time
Hier die neuste Kreation für euch zum Download:
DJIGSAW – Where Them Dubstep Levels At (DJIgsaw Bootie)
(Levels vs Levels (Skrillex Mix) vs Where Them Girls At vs Hangover vs Put Your Hands Up vs Gotye)
http://www56.zippyshare.com/v/38311157/file.html
Viel Spass !
Beobachtungen eines DJs
Jeder kennt sie und jeder DJ freut sich über sie – die Tänzer und Tänzerinnen. Aber nicht dass man glaubt, es gäbe da keine “Genres”, nein, die Welt derer, die sich rhythmisch zu Musik bewegen, ist vielfältig:
POSER:
Sie erklimmen sofort irgendein Podest, am besten mit Stange, egal wie, hauptsache, sie werden gesehen. Ein echter Poser hat auch Choreographien für die angesagtesten Clubhits einstudiert und kann es kaum erwarten, sie der Welt zu zeigen. Sein Traum ist es, dafür einmal bezahlt zu werden.
AUSDRUCKSTÄNZER:
Im Gegensatz zum Poser legt diese Person Wert darauf, einmal eine klassische Tanzausbildung gehabt zu haben, und das will auch gezeigt werden. Es wird versucht, obskure und abstruse Bewegungen im Takt recht einfacher Musik zu vollführen. Dass der Rest des Publikums das mehr als trauriges Rumgehampel ansieht wird dezent ignoriert.
DER ANTÄNZER:
Do you think I’m sexy…? Nein? Dann beweise ich es Dir indem ich wild fuchtelnd um Dich herumtanze. Man sollte sich nicht allzu nerven lassen von dieser Spezies, denn es sind meistens Lead-Tänzer einer südamerikanischen Tanzcombo oder Tanzlehrer für Rhumba, Samba oder sonstwas.
TANZSCHÜLER:
Diese Gattung kann zu allem – und ich meine wirklich allem – einen Standardtanz vollführen. Discofox zu Electro, Walzer zu Hip Hop – völlig egal. Leider machen sie das oft alleine, denn welche Frau will schon auf diese Art und Weise eine “Flotte Sohle auf’s Parkett legen” (wie wir Tanzschüler so sagen)…
FORMATIONSTANZTEENIES:
Eine weit verbreitete Spezies, die das erste mal bei Fantasy Girl auftauchte und seitdem mit Krachern wie Mambo No. 5, Saturday Night, Coco Jambo, Macarena und zuletzt dem Cupid Shuffle unsere Tanzflächen bereichert hat. Leider nervt das den Rest der Leute ungemein und diese Gruppierungen halten sich meist nicht lange denn, die eine Schlampe hat mit dem Freund der anderen geschlafen und ihm erzählt, die Moves sind eigentlich von ihr…
BESOFFENE “EIGENTLICH NICHT-TÄNZER”:
Alkohol macht lustig und so mancher, der sich nie auf die Tanzfläche stellen würde, findet sich auf einmal inmitten der wildesten Choreographie wieder, mit ungefähr zehn Leuten und ihren Handykameras dabei, die sich nicht scheuen werden, das ganze per MMS oder Youtube zu verbreiten. Orientierungsloses Umherwippen zeugt von der eigentlichen Willenlosigkeit, die ihn dazu gebracht hat, auf der Box mit der Stange einen Striptease für den DJ zu vollführen. Jetzt kann man nur hoffen, dass die Kameras der Handys scheisse sind und keiner einen Youtube-Account hat.
LOSER:
Steht an der Bar, ein Glas in der Hand, gelangweilt umherwippend… Und signalisiert “ich bin offen für jedes Gespräch”, in dem er ab und zu das “Fist Pumpen” mit einem Finger zum Riesenhit vollführt. Na bravo.
HITDANCER:
Der Hitdancer wartet ungeduldig, bis der DJ endlich “seinen” Hit spielt, der allen anderen schon aus diversen Funk und Fernsehwerbungen auf den “Sak” (Noel) geht. Wenn aber der Hitdancer auf die Tanzfläche stürmt, ist er euphorisch und winkt dem DJ mit Daumen hoch erfreut zu, singt ausgelassen mit ungeachtet der nicht vorhandenen Textsicherheit und wenn es geht wird die Choreographie des dazugehörigen Videos gleich mit abgeliefert. Sollte der DJ nach dem Hit aber etwas anderes, nicht so bekanntes spielen, verlassen sie fluchtartig und angepisst die Tanzfläche und schimpfen über die “scheiss Musik” und den “DJ, der keine Stimmung machen kann”. Ein Hitdancer hat überhaupt keine Hemmungen, alle 5min zum DJ zu kommen um sich “seinen” Hit zu wünschen, egal, ob der gerade reinpasst oder genereller Scheiss ist. “Power To The People” sag ich da nur…
MUSIC LOVER:
Das Gegenteil zum Hitdancer – Er muss beweisen, dass er als einziger den experimentellen Electrotrack, den der DJ grad spielt, schon seit 3 Jahren kennt und nur er an der richtigen Stelle die Arme hochreissen kann. Seiner Meinung nach spielt der DJ leider immer die schlechteste Version dieses Songs.
DIE UNGELENKEN:
Gottes vergessene Kinder… oder doch mutige Pioniere ohne Furcht und Scham? Denn als der Sinn für Bewegung verteilt wurde, war diese Gattung leider auf Klassenfahrt. Sie tanzen immer und können es leider nie, was natürlich jedem ausser ihnen auffällt. Angeborene Unfunkyness ist bei dieser Gattung eine Volkskrankheit. Tapfer üben “Die Ungelenken” ihre Leidenschaft aus wie ein taubstummer Sportkommentator. Andere dieser Gattung verzichten auf eigene Tanzeinlagen und stehen lieber am Rand der Tanzfläche als “Dancefloor Kommentator”. Viele Männer halten ja andere Männer die tanzen für Lutscher oder Weicheier oder verkappte Schwuggeles. Für die ist eine Tanzfläche eine Stutenparade gleich einer Live Show auf einer Erotikmesse. Tänzer und Nichttänzer treffen sich wenn überhaupt an der Bar und das auch nur, weil der Tänzer den Nichttänzer mit seinem schweissnassen Arm berührt hat. Denn wer will sich beim Rauchen, Getränke bestellen oder Pinkeln schon aus dem Groove bringen lassen, indem er die Beine stillhält.
Jetzt wäre noch interessant, zu welcher Gattung ihr denn gehört? Ich verspreche auch, ich lasse die Videokamera am iPhone das nächste mal aus ;-)
2012
So, nachdem ich eben mal gemerkt habe dass in der Bildergalerie keine Bilder von 2011 drin sind (sowas auch!), haben wir ja jetzt das neue Jahr und fangen gleich fleissig an. Die Bilder der Silvesterparty sind online (Bilder 2012). Viel Spass damit !
Reflections
Am Ende eines Jahres denkt man (zumindest als Musiker) darüber nach, was musikalisch so passiert ist in den letzten 12 Monaten. Dabei fallen einem immer wieder die selben Songs und Alben ein, die man im letzten Jahr ununterbrochen oder immer wieder gerne gehört hat. Hier also die Alben und Songs, ohne die 2011 ein musikalisch weitaus uninteressanteres Jahr gewesen wäre:
ALBEN:
KOLLEKTIV TURMSTRASSE – Rebellion der Träumer
DAVE SEAMAN – Renaissane Master Series
SANDER KLEINENBERG – 5K
COLDPLAY – Mylo Xyoto
OLIVER HUNTEMANN – Paranoia
MARC ROMBOY & STEPHAN BODZIN – Luna
AKA AKA & THALSTROEM – Varieté
DOMINIK EULBERG – Diorama
GORILLAZ – Welcome To The Plastic Beach
MINILOGUE – Animals
PAUL KALKBRENNER – Icke wieder
ROBERT BABICZ – Immortal Changes
UNDERWORLD – Barking
SVEN VÄTH – The Sound Of The 12th Season
CLOUDMACHINE – Hum Of Life
BLUMIO – The Yellow Album
SONGS:
AKA AKA – What Matters / Eté
SWEDISH HOUSE MAFIA – Antidote
ALESSO – Calling / Raise Your Head
COLDPLAY – Paradise (Fedde Le Grand Mix) / Every Teardrop (SHM Mix)
MARK REEVE – Moving Horizons (Hernanez Mix)
PERFECT STRANGER – Easy
OLIVER $ – Doin’ Ya Thang
MARC ROMBOY & STEPHAN BOZIN – Phobos
UNDERWORLD – Dark & Long (Christian Smith Rework)
SPIRIT CATCHER – No Way Out
KASPER BJÖRKE – Alcatraz (Kenton Slash Demon Mix)
FRITZ KALKBRENNER – Wes
KOLLEKTIV TUMSTRASSE – Uneins (Of Norway Version)
&ME – Glaced
ROBERT BABICZ – Bangaday / Boarding / Pink Trees /Vibrating Heart / Nektar
ERIC PRYDZ – 2Night
CIREZ D – Mokba
DEPECHE MODE – Personal Jesus (Prydz Mix)
FUNKAGENDA & MARK KNIGHT – Antidote
FLORENCE & THE MACHINE – You Got The Love (Mark Knight Mix)
Natürlich sind Geschmäcker verschieden und es könnten bestimmt noch einige hier erwähnt werden, aber es sollen ja keine Top 100 werden. Aber ihr dürft gerne kommentieren und mir Eure Favoriten von 2011 mitteilen !
Dezember
Es ist wieder dieser Monat wo alles zusammenkommt. Total kranke Bookinganfragen, jedem Club fällt auf dass er ja noch niemanden für Silvester gebucht hat und in jedem Song sind Glöckchen drin. Aber mein Dezemberprogramm steht und das sieht sehr gut aus…
Und da alles so feierlich ist und es immer Geschenke gibt, könnt ihr Euch auf meiner Soundcloud-Seite einen neuen Track und ein neues Bootleg runterladen:
Have Fun !
Das Jahr in Musik
Es ist wieder soweit, das Jahr geht zu Ende. Da reflektiert man gerne, was denn so 2011 alles passiert ist. Wir Musiker und DJs machen das immer gerne, indem wir uns an die Songs erinnern, die uns und die Leute auf der Tanzfläche so richtig geflasht haben. Und was gibt es schöneres, als alle Songs kompakt in einem Mix zu haben. Und das ist er: DJIGSAW – YEARMIX 2011 !
Tracklisting:
01 Intro
02 ALEXANDRA STAN – Mr Saxobeat
03 ALEXIS JORDAN – Happiness (Deadmau5 Radio Edit)
04 DAVID GUETTA FEAT. SIA – Titanium
05 BAG RAIDERS – Way Back Home
06 BLACK EYED PEAS – Don’t Stop The Party
07 MAROON 5 FEAT. C. AGUILERA – Moves Like Jagger
08 JENNIFER LOPEZ – On The Floor
09 AFROJACK & PITBULL – Give Me Everything
10 JASON DERULO – Don’t Wanna Go Home
11 SNOOP DOG – Sweat (David Guetta Remix Edit)
12 ENRIQUE IGLESIAS – Dirty Dancer
13 DAVID GUETTA – Little Bad Girl
14 USHER – More (Remix Edit)
15 TAIO CRUZ & KYLIE MINOGUE – Higher /w CHRIS BROWN – Yeah 3x
16 BEYONCÉ – Girls (Run The World)
17 COLDPLAY – Every Teardrop… (Swedish House Mafia Mix)
18 COLDPLAY – Paradise (Fedde Le Grand Remix)
19 SAK NOEL – Loca People (What The Fuck)
20 ALESSO & INGROSSO – Calling (Just The Break….)
21 ALESSO – Nillionaire
22 MIKE CANDYS – One Night In Ibiza
23 STEVE AOKI – Earthquakey People
24 R3HAB FEAT. MAX C – Sending My Love
25 AVICII – Levels
26 ADELE – Set Fire To The Rain (A Stupid Hole Bootleg)
27 DON OMAR – Danza Kuduro (Max Mafia Remix)
28 RIO – Turn This Club Around
29 RIO – Miss Sunshine
30 LMFAO – Party Rock Anthem
31 LMFAO – Sexy And I Know It (Mord Fustang Remix)
32 TIESTO – Lethal Industry (Van Toth Bootleg)
33 BENNY BENASSI – House Music
34 EXAMPLE – Changed The Way You Kissed Me
35 HYPSTER – The Uprising
36 MARTIN SOLVEIG – Ready To Go
37 SWANKY TUNES – XOXO
38 ADELE – Someone Like You (Promiseland Bootleg)
39 TIESTO – Maximal Crazy (R3hab Remix)
40 MARCUS MAISON – Storm
41 ENERGY 52 – Café Del Mar (Paul Thomas 2011 Remix)
42 DAVID GUETTA – Dreams
43 LEONA LEWIS – Collide (Afrojack Festival Mix)
44 DAVID GUETTA & AFROJACK – Lunar
45 TIMATI – Welcome To St. Tropez (Hard Rock Sofa Remix)
46 DIDDY & SKYLAR GREY – Coming Home (Dirty South Mix)
47 CHRIS BROWN – Beautiful People
48 ADELE – Rolling In The Deep (Sidney Samson Bootleg)
49 JOHN DAHLBÄCK – Phoenix
50 LOU BEGA – This Is Ska (Rico Bernasconi Mix)
51 KIRIL – Raise Up Your Hand
52 GLOBAL DEEJAYS – Hardcore Vibes
53 BOB SINCLAR – Far L’Amore
54 JOVANOTTI . Tutto L’Amore Che Ho (Prezioso & Marvin Mix)
55 STEVE ANGELLO & ALEX METRIC – Open Your Eyes
56 ERIC PRYDZ – 2Nite
57 VERACOCHA – Carte Blanche (Dabruck & Klein Remix)
58 FILTHY RICH – Luvstruck
59 NIELS VAN GOGH – Pulverturm 2011
60 ASTRIX – Reunion (Jerome Isma-Ae Remix)
61 FLORENCE & THE MACHINE – You Got The Love (Mark Knight Mix)
62 IMOGEN HEAP – Hide & Seek (Oto Knows Bootleg)
63 MORD FUSTANG – Milky Way
DOWNLOAD:
(Rechtsklick –> Link speichern unter bzw Ziel speichern unter)
Save The World – And Start Small
Ich hatte gerade ein interessantes Gespräch mit einem Bekannten… Was man halt so hat wenn man sich auf der Strasse trifft. Es ging dabei um das Nachtleben in unserem beschaulichen Örtchen.
Jetzt leben hier ja nur so ungefähr 7000 Leute und 2000 Bundeswehrsoldaten. Der Rest sind Touristen. Die kommen, egal ob gross, klein alt, jung.. Trotzdem wird bei allem, was Krach macht und etwas lauter ist (wie zB bei der einzigen Discothek hier) von Monat zu Monat die Daumenschraube angezogen was Lautstärke und andere Regelungen betrifft. Das, was junge Leute anziehen könnte (Freiluftveranstaltungen mit lokalen Bands/DJs etc…, Sportveranstaltungen – ausser Eisstockschiessen- und andere Dinge) wird rigoros gekürzt. Wir züchten uns quasi unterbewusst (oder vom Gemeinderat bewusst?) ein 7000 Leute grosses Altersheim.
Dinge wie ein Almabtrieb werden auf peinliche Weise versucht zu feiern indem man die was weiss ich wievielen Kühe erstmal durch die Fussgängerzone latschen lässt (ungeschmückt, ohne Kapelle oder anderes traditionelles Beiwerk wohlgemerkt) und die Jugend kippt sich abends mit Wodka und anderen Sachen im örtlichen Park die Birne zu. Denn entweder gibt es ein Jugendzentrum (anscheinend schon länger, aber ich habs erst vor 2 Wochen erfahren), welches ihnen keinen Anreiz gibt, dorthin zu gehen, oder es sitzen in jedem Laden alles Ü50 und ältere. Und mal ehrlich, wenn man zwischen 18 und 25 ist hat man darauf keinen Bock. Geht man dann in die örtliche Disco, kann man sich bei voller Lautstärke problemlos unterhalten, ohne gross seine Stimme zu erheben. Versteht mich nicht falsch, ich will da jetz keinen 120db Knall propagieren, aber so eine gewisse Grundlautstärke, die sich von der aus dem heimischen Wohnzimmer abhebt, gehört schon dazu, um das “Weggeh-Gefühl” aufkommen zu lassen. Stattdessen dreht man als DJ mehr am Lautstärkeregler als an irgendeinem anderen Knopf und die Gäste bleiben langsam aber sicher aus Langeweile weg. Der Chef ist in der Zwickmühle, da er sonst ungeahnte Strafen zahlen muss wenn er die Dezibelgrenze nicht einhält und dann den Laden gleich zumachen kann. Vor 10 Jahren hat das keine Sau interssiert.
Kommendes Jahr geht der Wahnsinn weiter mit dem Bozner Markt, einem alle 4 Jahre stattfindenden traditionellen Markt über 10 Tage, auf dem man aus Tontöpfen Tetrapak-Rotwein von in alten Kleidern rumlaufenden Leuten saufen kann. Da kommen sie alle in Scharen. Und die volkstümliche Band ist auch schon da. Lädt man eine landkreisbekannte Rockband zu einem Konzert ein, wird schon an der Abendkasse um den Eintritt gefeilscht. Keiner will 3,5 oder 7 Euro zahlen, egal, ob er damit die Band und das Lokal oder die Disco, in die er hinein will, unterstützt. Ja, es wird sogar wegen 1€ Garderobengebühr manchmal minutenlang diskutiert. Da fahren sie lieber ins benachbarte Österreich und zahlen für einen Bretterschuppen mit Jeep mitten auf der Tanzfläche ihre 5 Euro Eintritt und nehmen die Benzinkosten und höheren Getränkepreise auch noch in Kauf. Es sagt ja keiner, dass alle mit ihrem Geld rumwerfen sollen, aber auch die Läden und Veranstaltungen, die Eintritt verlangen, haben Kosten, die gedeckt werden müssen. Wer Geld für einen Vollrausch hat, kann diesen im Vergleich geringen Betrag auch noch entbehren. Wenn man dann aber die ausserörtlichen Lokalitäten vorzieht, sollte man aber schnell heimfahren und sich umziehen, denn wenn man schonmal stilecht ausgeht, sollte man sich aus dem Blaumann schälen und sich duschen. Für die ortsansässigen Lokalitäten ist das irrelevant, da kennt einen jeder und schliesslich kommt man um 18h gerade von der Arbeit, wer hat da noch Zeit für Körperhygiene…
Wenn das so weitergeht, kann man hier in 5 Jahren eine Glasglocke drüber tackern, eine grosse Bombe reinwerfen und das Problem ist gelöst. Ist ja eh kein Jugendlicher mehr da, der draufgehen kann, und die anderen sind eh schon alt genug. Aber vorher sollten wir noch schnell den Ortskern sanieren, denn das ist es ja was jeder hier braucht: Kopfsteinplaster und neue Strassenführungen.
Über kreative und erfolgversprechende Lösungen und Anregungen freut sich bestimmt der Bürgermeister auf www.mittenwald.de – Save The World !
Definiere Arbeit…
Ach ja, was man sich alles anhören darf… Wenn ich gefragt werde “was machst Du denn so?” und ich antworte “Ich bin DJ” kommen meistens so Kommentare wie “ja und was arbeitest Du?”
Bei vielen ist der Beruf des DJs immer noch nichts, was sie mit Arbeit verbinden. Da steht halt einer, der drückt mal ab und zu dumm auf einen Knopf und dann kommt halt das nächste Lied. Das mag in vielen Läden auf kleineren Dörfern (da wo ich lebe) wohl so sein, aber das heisst auch, dass derjenige, der da als “DJ” arbeitet, keine Ahnung hat, was er da tut, und nur auf Freigetränke aus ist.
Viele Leute, die den DJ-Beruf nicht als wirkliche Arbeit ansehen, denken sich “das kann ja jeder”. Stellst Du sie dann vor das Mischpult, den Controller/CD Player/Plattenspieler und/oder den Laptop, sind sie verloren wie ein Häufchen Elend. Ausser “Play” sagt ihnen der Rest der Knöpfe absolut garnichts, sie würden, wenn sie etwas auswählen müssten, mit Sicherheit das Unpassendste und Schlimmste nacheinander spielen, was möglich ist und würden wohl nach spätestens 5 Minuten weinend wegrennen, weil der Laden immer ungeduldiger und unzufriedener wird.
Als DJ muss man ein gutes Gespür für Leute und Musik haben, soziales Verhalten sollte ausgeprägt sein und technisches Verständnis ist unabdingbar. Man wird oft als “Knöpfchendrücker” belächelt, aber um dann einen Musikwunsch zu erfüllen, ein Freigetränk zu organisieren oder freien Eintritt zu managen ist man wieder gut genug. Da zeigt sich wieder, dass das Sozialverhalten einiger Gäste und auch Chefs relativ spärlich vorhanden ist. Ein DJ ist wie ein Musiker, der ein Instrument spielt und dies öffentlich macht, also muss er auch das Instrument (in dem Falle das Werkzeug, mit dem er die Musik spielt) bis ins letzte Detail beherrschen. Er muss mindestens 3-4 Songs im Vorraus wissen, was er spielen kann/will/muss, damit der Abend nicht in einem Fiasko endet.
Ich frage mich, was andere sagen würden, wenn man ihnen erklärt, dass Schreiner, Maler, Elektriker, Mechaniker oder andere handwerkliche Berufe keine richtige Arbeit sind. DJ ist ebenfalls ein handwerklicher Beruf mit einer grossen Prise künstlerischem Verstand. Leider wird das immer weniger in den Vordergrund gestellt, denn seit es SYNC und BEATMATCH gibt, kann leider jeder Depp sich als DJ ausgeben. Nach einem Abend ist das zwar wieder vorbei, denn er hat erfolgreich bewiesen, dass er kein DJ ist, aber immerhin wird ihm anfangs geglaubt. Natürlich sieht man den DJ nicht über Tag in seiner Mittagspause im Café sitzen, er hat keine aufgeschürften Hände und keinen Blaumann an und rennt nicht im Anzug rum. Aber wenn das die Kriterien zur Definition eines “richtigen Jobs” sind, dann ist halb Deutschland arbeitslos. Dafür arbeitet er, wenn alle anderen feiern können, hat die selbe Arbeits-Stundenanzahl und fährt teilweise dafür auch noch weite Wege.
Wenn ich mir dann anhören darf, dass ich es doch einfach mal “mit arbeiten versuchen” soll, muss ich mich fragen, wer seinen Kindern den Respekt vor anderen nicht deutlich gemacht hat. 3 Tage später steht dann der/die selbe vor dem DJ Pult und wünscht sich Lieder – was tun? Spielen? Abwinken? Ignorieren? Vertrösten? Man ist ja auch noch Dienstleister, aber man hat glücklicherweise eine grosse Spannweite bei solchen Entscheidungen – Wie es in den Wald hineinschallt…
Ich denke, jeder, der glaubt, DJ sei kein Beruf und keine Arbeit, sollte sich mal einen Abend in einen vollen Laden stellen, sich Musikwünsche anhören, versuchen, sie unterzubringen, gleichzeitig die anderen nicht zu vergraulen, dazu noch das zu erfüllen was der (meistens recht musikunwissende und von VIVA geschädigte) Chef sich so vorstellt und zu jedem noch so besoffenen und agressiven Gast freundlich zu sein. Und danach kann sich jeder ein Bild machen, ob derjenige, der als DJ arbeitet, auch sein Geld wert ist und ob das, was er da tut, “richtige Arbeit” ist.
Komischerweise muss ich mich immer wieder über dieses Thema aufregen, da es noch nichtmal in dem kleinen Dorf, in dem ich lebe und seit 16 Jahren auch auflege, möglich ist, sich nicht dumm anlabern zu lassen (sei es von Gästen oder Chefs), weil man DJ ist und ja “nichts richtiges” arbeitet, nur auf Knöpfchen drückt oder das ja eh jeder kann. Oder ich darf mir dumme Kommentare anhören wie “ja ich würd das Doppelte bezahlen wenn Du nicht kommst” (ach wie lustig). Aber Abende zuvor darf man sich andere Helden (“DJs”) anhören und ansehen, die anscheinend für viele Dinge bezahlt werden, aber nicht fürs Auflegen. Ein DJ muss ja auch nicht seinen Lebensunterhalt mit dem Geld verdienen, der steht da ja nur zum Spass und weil er die blinkenden Knöpfe so toll findet. Aber sobald die Stimmung kippt, nicht viel los ist oder sonstwas “komisches” passiert, ist auf einmal der DJ schuld (nicht der Neuschnee, der Tag mitten in der Woche oder die 10 anderen Veranstaltungen im Umkreis), da jeder Gast und vor allem jeder Chef das ja sowieso alles besser kann und es wird versucht, über die Gage zu verhandeln und es werden hanebüchene Gründe für weniger Geld oder einfach nur dumme (und keineswegs lustige) Sprüche angeführt. Versucht das mal mit einem Mechaniker….
Manchmal muss ich mich schon fragen, wer die/denjenige(n) dazu qualifiziert hat, Chef oder sogar nur Gast zu sein. Vielleicht sollte man mal ein Poster drucken auf dem steht “DIE WELT IST KEINE SCHEIBE”… Das mag in vielen Regionen zuerst für Verwirrung sorgen aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit werden auch die letzten Engstirnigen hoffentlich kapieren, dass abwertende Sprüche und dumme Kommentare nicht immer so lustig sind, wie sie sich vorher in dem (dem Kommentar zu urteilen relativ unbenutzten und platzsparenden) Kopf angehört haben. Einfach mal erst nachdenken, dann reden, und dem Gegenüber zumindest ein Mindestmaß an Respekt entgegenbringen. Ansonsten können wir alle gleich in eine Talkshow gehen.
Weil ja eine Emailadresse nicht reicht…
…. muss man sich heutzutage auf so vielen verschiedenen Wegen multimedial präsent halten, dass das schonmal einen ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen kann. Gott sei dank kann man ja die Social Networks miteinander verbinden… So kann man über Google+ mit dem Chrome Browser die Inhalte, die man in Google+ postet auch mit Twitter und Facebook verlinken, was ich twittere erscheint automatisch in Facebook und was ich in Facebook auf meiner Artist-Page schreibe, kommt automatisch auf meinem Twitter-Account und daher folglich auch wieder auf meiner Facebook-Pinnwand daher. Da soll sich noch einer auskennen…. Die SMS heutzutage (oder die “WhatsApp”-Meldungen oder Push-Benachrichtigungen) sehen mehr aus wie ein Systemabsturz, denn es wird nur geLOOOLt, ge;-) und gexDxD’d….
Dummerweise ist es nur so, dass man sich über Facebook, Twitter und Google+ sowie mit einem eigenen Youtube-Kanal (den ich jetzt auch habe – Link am Ende des Artikels) viel besser und breiter gefächert vermarkten kann als das je mit einer Homepage möglich ist. Denn wer soll denn von der Homepage wissen, wenn man den Link dazu nicht in Facebook postet… Und da Facebook ja mit Twitter verlinkt ist…. *SYSTEM ERROR*
Also starten wir den nächsten multimedialen Angriff – das nächste “Puzzelteil” sozusagen:
YOUTUBE: http://www.youtube.com/user/DJIgsawChannel?feature=mhee










