Lange nichts neues und dann endlich…
… das neue DAFT PUNK Album “Random Access Memories”.
Erster Eindruck? Zum Glück kein “Human After All”. Das war ein grausames Album. Es geht wieder in die ONE MORE TIME Richtung, Disco und Funk, Hip Hop, House, Schnulzen, Balladen und Rock…. aber diesmal mit echten Liveinstrumenten… Also kein Logic Drumcomputer – Danke ! Echte, handgemachte Musik, bei der man die Liebe zum Detail ständig raushört. Das einzige, was 100% Daft Punk ist, ist der immer wiederkehrende Vocoder, der komischerweise an keiner Stelle nervt.
Ein Album aus Funk, Hip Hop und House, mit Rock-Attitüde, E-Gitarren, viel Mut und viel Wumms im Arsch. Anleihen an “Bohemian Rhapsody” sind genauso vorhanden wie Hinweise auf Chic und David Bowie und sogar 70s-90s Hip Hop Samples und Beats bekommen ein Revival. Aber alles irgendwie in einem zeitgemässen Gewand. Bei mir wird das Ding heiss laufen. Überall.
Wer aber jetz eine Sampleorgie mit Dubstep, fetten Electro Beats, viel Sidechain und “Hands In The Air” 0815 Trance-Progressive-Breaks etc erwartet hat, der kennt einfach Daft Punk nicht. Und das sollte er auch nicht, für solche Leute gibt’s die “Club Sounds”, “Dream Dance”, “Bravo Hits” und “Future Trance”. Aber hier hört man einfach, dass die zwei Franzosen wahre Genies im Studio sind. Hut ab !
… das neue DEPECHE MODE Album “Delta Machine”.
Ich gebe zu, ich bin hier nicht objektiv. Ich bin ein riesiger Depeche Mode Fan. Genauso wie bei Daft Punk. Aber bei Depeche Mode ist die Entwicklung komplett anders. Wieder ein Schritt vorwärts, noch gewagter, experimenteller und – wen wundert es – trotzdem stadion- und clubtauglich (siehe die Remixes zur Single “Soothe My Soul”). Als ob Dave Gahan’s Stimme nicht reichen würde, um jeden sofort aufhorchen zu lassen, sind die Arrangements und Sounds so überraschend, neu, vielseitig und doch dem Ohr so vertraut, dass man an dem Album förmlich klebt. Endlich wieder Depeche Mode, endlich wieder zukunftsweisende Musik. Chapeau !
… die zwei Alben von HUGH LAURIE.
Wer? Okay für alle, die es nicht wissen. Hugh Laurie = Dr. House. Und wie man in der Serie öfter mal sieht, beherrscht er ein paar Instrumente ganz gut. Und auf den zwei Alben entdeckt man richtig grossartigen Blues und Jazz, mit viel Gefühl, Seele und ganz und garnicht langweilig. Und die Stimme ist unglaublich, es passt alles zusammen und wenn Dr. House mal kein Comeback feiert, bin ich mit sicher, Hugh Laurie wird schon bald mit seinem zweiten (dem aktuellen) Album “Didn’t It Rain” für grosses Aufsehen sorgen.
Alles in allem drei Alben, die meiner Meinung nach Pflicht für jeden sind, der gerne gute Musik hört. Peace Out.
Die Epidemie der Z-Promi-DJs
Zuerst einmal die Grundaussage, der ich zu 1000% zustimme:
“DJs sind Leistungsträger in Discotheken. Sie kämpfen hart um gefüllte Läden und gute Stimmung. Dabei haben sie sich ihre Kenntnisse und Fähigkeiten durch oft jahrelange Nachtarbeit erworben. Während es immer beliebter wird, irgendwelche völlig unerfahrenen „Z-Promis“ als “DJs” zu arrangieren, die in der Regel weder die erforderliche Technik beherrschen, noch die geringsten Kenntnisse über den Beruf des DJs haben (dabei aber Traumgagen verdienen), muss der oft unterbezahlte Resident-DJ danach meistens den Abend retten.”
Hier nun die Sicht eines DJs:
“Wenn man bedenkt, dass man damals noch kistenweise Platten mitschleppen musste, und dann auch noch die richtige Auswahl treffen musste, ist das heute doch alles nur noch ein Witz! Jeder der ein Laptop hat, nennt sich DJ, aber gib den allen heute mal 30 Platten, ohne Laptop und lass Sie mal ohne Sync auflegen und den Abend gestallten! Da scheitern doch die meisten! Diese ganze Promigedönse geht einem auf den Sack, noch nie eine Platte oder CD in der Hand gehabt, aber DJ sein wollen. Vor allem feiern die sich noch wie die Größten dabei und rufen Megagagen auf!” (Zitat Mario Lopez – jahrelanger erfolgreicher DJ und Produzent)
Das wäre meine Stellungnahme:
Ich bin der Meinung, das mit unseren lieben Z Promis, die gerne mal einen auf DJ machen, klärt sich von selbst. Die haben 2-3 Auftritte, blamieren sich mit Aussagen wie “30.000bpm” bis auf die Knochen, und puff…..weg sind se von der Bildfläche…oder hört noch einer was von Micaela Schäfer?
Ich habe mir das DJ-Leben auch in mühseliger Arbeit und langen Nächten erkämpft. Ich gehöre zwar auch zu den Virtual DJ und Macbook DJ’s, aber da ich nicht nur in Clubs auflege, sondern von Hochzeiten bis zu Zeltdiskos so ziemlich alles abdecke, lohnen sich Koffer voller CDs oder Platten nicht. Aber auch ein Virtual DJ ist nur so gut, wie der, der es bedient. Ich bin mal gespannt, wann sich der/die nächste möchtegern DJ/ane zum Deppen der Nation macht. Einzig und allein auf die Hardware, die diesen Dumpfbacken zur Verfügung gestellt wird bin ich etwas neidisch…..
Aus der Sicht eines Bookers / Clubbetreiber & DJ:
“Welcher Resident DJ bekommt es hin, seinen Club (ab 1000 Personen) jedes Wochenende so voll zu bekommen als wenn mann z.b. einen “Z-Promi” bucht! Also ich muss ehrlich sagen ich kenne momentan keinen. Desweiteren bin ich der Meinung das die Jugend heute “Promi-Geil” ist ! Egal ob A-B usw… Wenn ich mir mal überlege wie viele Leute früher bei uns in Hamburg ins Traxx gegangen sind um Dieter Bohlen zu sehen, kann ich das den Kiddies heute nicht übel nehmen. Vielleicht sollte man es einfach auch mal als “Moderne Arbeitsplatzerhaltung” sehen, wie viele Clubs laufen in Deutschland nicht, bekommen aber mit “Z-Promis” den Laden voll. Ich glaube genug und ich denke, dass auch dadurch teilweise Folgeveranstaltungen finanziert werden, an denen auch die Residents ihre Gage bekommen. Und was nicht persönlich am meisten Nervt, sind Einträge von Kommerz-labels, die darüber herziehen, es aber wirtschaftlich gebrauchen könnten und veröffentlicht hätten wenn man sie gefragt hätte, um ihre Lizenzen zu zahlen.”
Jetzt seid ihr dran – Tut Eure Meinung in den Kommentaren kund, teilt den Artikel wenn ihr wollt und dann werden wir sehen, wie sich das entwickelt. Aber irgendwie muss diese Epidemie ja mal aufhören oder sich am besten selbst zerstören.
DJIGSAW @ Klangraum Radio 2013
Seit meiner letzten Klangraum (klick for Facebook Page) Session ist einige Zeit vergangen, musikalisch habe ich neue Grenzen entdeckt und versucht, sie ein wenig zu sprengen. Tempomässig wurde ich ein wenig langsamer, was bei langen Sets immer von Vorteil ist, da man sich dann über die Zeit tempomässig steigern kann. So kann man sehr gut bei 112bpm anfangen und nach 3 Stunden schonmal mit 130 wieder aufhören.
In meinem Mix für diese Klangraum Show passiert das auch. Dieser ist quasi eine Kombination aus der “Self Analysis….” (hier auf der Page auch als Download verfügbar) und dem letzten Puzzlecast. Der erste Teil ist etwas experimenteller, nicht immer straight 4/4 und mit Tracks, die man selten in Clubs hört (Kollektiv Turmstrasse, Max Cooper, Ametsub etc…), aber dennoch bei der richtigen Veranstaltung bestimmt funktionieren würden. Auch habe ich im ersten Teil des Mixes gleich 2 Tracks meines Studienkollegen Andrew McLoud (klick for Soundcloud Link) eingebaut (Mell4 & Makro). Ich finde, er macht Techno mit Seele und Tiefgang und das sollte der breiten Masse unbedingt vorgestellt werden. Auch er ist in Facebook und auf Soundcloud und Twitter zu finden. Teil 2 (nach dem Space Intro) ist dann eine kleine Übersicht von dem Sound, den ich im Moment am liebsten spiele. Natürlich ist dort auch mein momentaner Favourite „Forme (Guy J Remix)“ von Gill Norris versteckt, für mich der Remix des Jahres 2012.
Genremässig bleibe ich grundsätzlich immer dem Techno treu, aber melodische, spacige Einflüsse und auch gerne housige Themen sind immer willkommen und bieten Abwechslung zum manchmal eintönigen rhythmusbetonten Techno. Ich mag zum Beispiel sehr gerne Live Sets von Chris Liebing zum Feiern, aber zum auflegen würde es mich zu schnell langweilen. Ich bin ein Verfechter der Überraschungen und Abwechslung in jedem Set und natürlich auch abgestimmt auf das jeweilige Publikum, und so habe ich in Teil 2 des Mixes einfach 2 meiner Lieblinge vom Dritten Raum (Hale Bopp und Polarstern) mit einfliessen lassen, da diese für mich seit ihrem Release einfach zeitlos und immer funktional waren und immer noch sind.
Ich habe in den knapp 3 Stunden bewusst auf eigene Produktionen verzichtet, aber wieder einmal einen Track von meinem guten Freund Tom Bauer aka “Klangfalle” mit eingebaut (in Teil 1 des Mixes), von dem ich ebenfalls einen Remix angefertigt habe. Jedoch bekommt ihr hier das Original zu hören. Auch seine Soundcloud (klick for Soundcloud Page) Seite ist sehr hörenswert und auf Beatport unter dem Label “Schaltwerk Records” sind neben ihm noch weitere grossartige Künstler Richtung Deep House und Deep Techno zu finden.
Auf meiner Soundcloud Seite gibt es regelmässig Live Sets zur freien Verfügung und auf meiner Website www.djigsaw.de immer aktuelle Charts meinerseits und interessante Themen und Artikel.
Über einen Besuch und eine Empfehlung eurerseits würde ich mich natürlich freuen und ich hoffe, ihr geniesst die kommenden 3 Stunden.
Natürlich ist der Michi so nett und zeichnet alles auf (inklusive dem fehlerfreien Vorlesen dieses Textes), damit ihr Euch das ganze nochmals auf meiner Soundcloud Seite anhören und dann auch runterladen könnt. Die Tracklist zum Mix findet ihr auf der KLANGRAUM Website und dann auch auf Soundcloud in den Kommentaren zum Mix.
Self Analysis Through Musical Shapes And Sounds
Wie bitte? Ja das mein ich ernst. Dieses Live Set heisst so. Eines der verzwicktesten und experimentellsten Sets die ich bisher aufgenommen habe, aber vollgepackt mit meinen Alltime Favourites und mit Tracks von Kollegen wie Klangfalle und Andrew McLoud und allseits bekannten Künstlern wie Klartraum, Dominik Eulberg, Gui Boratto, Gregor Tresher, Kollektiv Turmstrasse und mehr. Ein Leckerbissen für Liebhaber der elektronischen Musik.
Viel Spass beim Hören und Abdriften !
TRACKLIST:
01 SOUNDTRACK – the island awaits you
02 DOMINIK EULBERG – sansula (max cooper remix)
03 AMETSUB – snowy lava
04 DOMINIK EULBERG – h2o
05 GREGOR TRESHER – benthos
06 KOLLEKTIV TURMSTRASSE – heimat
07 NORBERT HONKISCH – walking on berlin
08 KLANGFALLE – vorspiel
09 KLARTRAUM – secret moon
10 EXTRAWELT – one tree hill
11 GUI BORATTO – the third
12 ANDREW McLOUD – mell 4
13 ZOO BRAZIL – linger
14 ANDREW McLOUD – makro
Puzzlecast Finale 2012
So liebe Freunde, hier ist er nun, der letzte Puzzlecast für 2012. Und es ist ein Meisterwerk geworden.
Normalerweise verfasse ich keine Lobeshymnen über eigene Live Sets aber dieses hier ist was ganz besonderes. Ein musikalischer Seelenstriptease, mein Innerstes in Musik, 1000% authentisch und exakt auf den Punkt genau das was meine musikalischen Vorlieben widerspiegelt. Alles durch Tracks transportiert, die in ihrer Musikalität und Kreativität ihres gleichen Suchen – Man muss eben hinhören, auf die Details achten, sich fallen lassen, zurücklehnen, und die Reise geniessen.
Hier der Link und die Tracklist:
DOWNLOAD <– KLICK !
01 DJIGSAW – Space Intro
02 N’TO – The Sand Dealer
03 ROB CLOUTH – Cloud Complex (Max Cooper Remix)
04 CIRCULATION – Turquoise (Guy J Remix)
05 THERMAL BEAR – U Love (Sasha Remix)
06 GILL NORRIS – Forme (Guy J Remix)
07 DAVE BRODY – Eclipse (Guy J Remix)
08 SASHA – Xpander (Max Cooper Remix)
09 DER DRITTE RAUM – Hale Bopp
10 DER DRITTE RAUM – Polarstern
11 ROBERT BABICZ – Eastside
12 ROBERT BABICZ – Remote Kiss (Davi Remix)
13 UNDERSET – Moon Rover
14 DISGRACELAND – Flotation Rotation
Viel Spass bei eurer musikalischen Reise in die Tiefen eures Seins oder die Weiten des unendlichen Weltalls – was Euch besser gefällt.
Neues Release
Mit Freuden kann ich endlich verkünden, dass einer meiner eigenen Favourites demnächst als Single veröffentlicht wird. Die Rede ist vom melodischen “Heaven”.
Auf einer Compilation kam er letztes Jahr schon einmal raus, aber jetzt hat er sich ein eigenständiges Release verdient !
Reinhören könnt ihr hier:
https://soundcloud.com/djigsaw/djigsaw-heaven
Die letzten zwei Monate
Da in den letzten 2 Monaten viel liegen geblieben ist (unter anderem auch das Produzieren von Musik), lasse ich mal ein paar weltbewegende Themen hier Revue passieren:
DIE AUFLÖSUNG DER SWEDISH HOUSE MAFIA:
Die einen sagen “who cares”, die anderen “na was ein Glück”. Das Thema, dass ein Steve Angello vorgefertigte Mixes abspielt und nicht auflegen kann und sie das alles nur zwecks der Kohle gemacht haben ist allgegenwärtig. Und man muss sich ja erst auflösen um ein Comeback zu feiern… Aber im Zweifel für den Angeklagten. Zum Thema Steve Angello und schlechter DJ nur so viel – jeder hat mal nen scheiss Tag. Dass bei all dem “SHM” Getue eine Menge Geld geflossen ist, bleibt unbestritten. Aber: Wer 65.000 Menschen in den Milton Keynes Bowl bekommt nur weil die drei da auflegen, hat definitiv sein Zeichen in der musikalischen Geschichte dieser Welt in Stein gemeisselt. Der Einfluss dieser drei DJs auf die (wie es jetzt alle nennen) “EDM” Szene bleibt unbestritten und ich freue mich auf deren Soloreleases und Auftritte. Man hasst sie oder liebt sie, aber verleugnen kann man sie nicht. Und ich persönlich finde es schade, dass sie sich trennen, aber alles hat mal ein Ende.
FACEBOOK ALS MEINUNGSBAROMETER:
Was ist eigentlich noch wichtig? Die eigene Meinung oder die Anzahl der GEFÄLLT MIR Klicks auf Facebook bei einem Posting? Ich habe das Gefühl, dass im Moment die Zahl der Lemminge wieder drastisch ansteigt. Wenn ein Status mit dem Text “ich geh jetz kacken” mehr Likes bekommt als einer, in dem was interessantes steht oder verlinkt ist, dann macht mich das nachdenklich und ich stelle mir die Frage, ob Facebook sich vom sozialen Netzwerk zur kostenlosen Werbeplattform für Künstler jeglicher Natur gewandelt hat. Und wenn man mal mehrere Sachen hintereinander postet, gilt man gleich als “”Spammer”, aber hauptsache jeder DJ postet Fotos von seinem Abendessen. Der Grundgedanke von Facebook ist jedenfalls schon lange verloren gegangen, auch ich nutze es zu 80% nur noch als Werbefläche. Aber da ich ja nicht mit meinem Stuhlgang werbe, halten sich die GEFÄLLT MIR Klicks in Grenzen…
KOMMERZ VS UNDERGROUND:
NICHT SCHON WIEDER! Doch… leider… denn es scheint ja immens wichtig zu sein, ob man mit Musik sein Geld verdient und ob darunter dann die Glaubwürdigkeit eines Künstlers leidet. Nur weil jemand Geld mit seiner Musik verdient, verkauft er sich noch lange nicht. Aus Plattenverkäufen kommt das wenigste Geld, das meiste kommt aus den daraus resultierenden Bookings und Lizensierungen. Ausser einem David Guetta, Tiesto und der Swedish House Mafia verdient keine Sau mehr Geld wegen ihrer Singles, aber solche Leute verlangen schon mal 100.000€ pro Auftritt (ja die Zahl stimmt). Da stinken wir kleinen Hobbyproduzenten mit Mini-Equipment schon ab und sind froh, wenn eine 2 vor der dreistelligen Zahl am Abend steht – und selbst darüber muss man sich teilweise mit dem Clubbetreiber streiten. Aber da ja jeder Depp jetz mit dem neuen Pioneer CD Player auch auf SYNC drücken kann (eine andere Diksussion – dabei muss man den Knopf ja nicht benutzen!), wird die Zahl der Möchtegern-DJs drastisch ansteigen und die Gagen werden gedrückt – denn es gibt immer jemand, der weniger verlangt. Und das scheint das Credo zu sein, egal ob die Qualität leidet. Wirft man Begriffe wie Dynamik und Spannungsbogen in den Raum, bekommt man meistens die Antwort “solang die Leute das kennen is mir egal was Du auflegst”. Was ich persönlich schade finde, denn macht ein Spannungsbogen und die Kreativität und der Mut eines DJs, Grenzen zu brechen, nicht diese “Reise”, von der jeder spricht, aus? Verdrängt mal bitte VIVA und die Deutsche DJ Playlist aus euren Köpfen und seid offen für neue Sounds und Erfahrungen – ich verspreche Euch – ihr werdet es nicht bereuen, und es war nicht ein “Kommerz” Song dabei.
CLUBBETREIBER LERNEN MUSIK VIA BEATPORT:
Dieser Absatz sei extra kurz gehalten: Liebe Clubbetreiber: Ich weiss, ihr habt keine Ahnung von Genres, aber bitte hört auf, mit Begriffen um euch zu schmeissen, die ihr bei Taff oder VIVA gehört oder auf Beatport gelesen habt – ihr könnt uns nicht erklären, was wir eurer Meinung nach auflegen sollen oder auch nicht, nur weil ihr ein neues Wort gelernt habt. Gebt uns die künstlerische Freiheit wieder und hört auf, uns auf Genres und Charts zu begrenzen. Die Meinung einzelner Leute, die gut mit Euch befreundet sind, interessiert die Masse und vor allem uns nicht, denn dann müsst ihr uns buchen für eine Privatparty für genau diese fünf Leute. Die anderen Leute im Club werden es euch danken und lächelnd nach Hause gehen – genau wie ihr, wenn ihr am Ende des Abends Euren Umsatz seht.
Wegweiser fürs Internet
Da es immer heisst “Du bist ja überall wie soll man Dich denn da finden?” – Hier nun eine kleine aber feine Wegbeschreibung:
DJIGSAW ONLINE:
DJIGSAW ON BEATPORT DJS:
http://dj.beatport.com/djigsaw
DJIGSAW ON TWITMUSIC:
DJIGSAW ON YOUTUBE:
http://www.youtube.com/user/DJIgsawChannel?feature=mhsn#p/p
DJIGSAW ON BEATPORT:
DJIGSAW FACEBOOK FANPAGE:
An alle Hobbymusikexperten…
Die momentane Diskussion Nummer eins auf Facebook und Twitter könnte nicht nutzloser sein. Digital vs Analog, MP3 vs Vinyl und/oder CD. Ich denke, es wird Zeit, Stellung zu beziehen:
Diese ständige “MP3 DJs sind keine echten DJs weil keine Kopfhörer und Sync Taste”-Diskussion geht mir auf den Sack. Alle, die schon länger auflegen (und ich meine da 5 Jahre und mehr) können Vinyl und CD mixen. Und wenn nicht, ist das auch völlig egal. ich benutze MP3, weil ich einfach alles mitnehmen kann und nicht 8 Cases schleppen muss dafür. Zumal in den meisten Läden in der Umgebung nur mit viel Glück maximal ein funktionierender CD Player oder Plattenspieler zu finden ist. Dieser ist dann in einem erbärmlichen Zustand, so dass fast keine CDs gelesen werden oder die Nadeln schon neue Rillen in die Platte ritzen.
Ausserdem muss ich für einen anständigen Record Store, der aktuelle Vinyls anbietet, irgendwo nach Buxtehude fahren und meine Files bekomm ich während ich im Bett liege bequem als Download. Und wenn ich Vinyl online bestelle, stehe ich wieder vor dem Problem, dass Plattenspieler Mangelware in Clubs sind.
Jeder der erzählt, dass Leute, die mit MP3 auflegen keine “echten” DJs sind weiß wahrscheinlich nichtmal wie man MP3 buchstabiert, für was es steht und woher es kommt. Ich für meinen Teil kann Vinyl und CD mixen, und das nicht nur mit 2 Decks. Aber immer wieder stehen die selbsternannten Musikexperten abends neben mir und erzählen mir einen melancholischen Roman darüber, wie schlecht die SYNC Taste ist und dass Vinyl besser klingt und dass das, was ich mache, sowieso jeder kann. Sobald man den Leuten dann sagt, dass man eh auf die Toilette muss und sie gerne den nächsten Song spielen können, geht ihnen das Arschwasser.
Heutzutage kommt es nur noch bedingt darauf an, von welcher Quelle die Musik kommt, sondern darauf, welche Songs man wann wie für welches Publikum spielt (Der Begriff “Selecta” kommt ja nicht von irgendwo her…). Ein DJ ist ein Entertainer, kein perfektionistischer Mixmaster. Und 90% der selbsternannten Experten (und auch so mancher Chef) merkt noch nicht einmal, wenn ein Übergang auf der 3 anstatt auf der 1 gestartet wurde, ob ein Loop läuft, ein Acapella mit dabei ist oder die Songs gleichlaufen (engl.: “in sync”).
Und lasst doch einfach die David Guettas und Swedish House Mafias dieser Welt zufrieden. Das ist jetzt auch nicht meine Lieblingsmusik, aber leben und leben lassen. Ausserdem: Sobald ihr in eurer Dorfdisco steht feiert, ihr euch den Arsch auf deren Tracks weg, sagt allen, wie geil der Song ist und dass ihr (und nur ihr alleine) den ja schon seit Jahren als Bootleg kennt (wahrscheinlich als Youtube Rip oder illegal erworben – danke, Emule & Co). Aber natürlich bekommt ihr immer die neusten Sachen Jahrzente im Vorraus, denn ihr seid die Macht, die über Charterfolg oder Untergrund entscheidet. Und das, was alle anderen spielen, ist eigentlich schon veraltet. Dummerweise seid ihr da die einzigen, die das denken. Es bringt auch nichts, dem DJ euren Expertenstatus beweisen zu wollen und sich andauernd Songs zu wünschen, die nur ihr kennt und die ja Klassiker sind, aber die es nur und ausschliesslich auf Vinyl gibt und eigentlich auch kein anderer jemals gehört haben kann und daher auch keiner auf dieser Welt ausser ihr diese Songs kennt. Ich muss Euch jetzt mal etwas sagen, dass Euch in euren Grundfesten erschüttern wird…: Es gibt einen Grund, dass nur ihr den Song kennt – Der Song ist scheisse. Er ist scheisse als MP3, CD oder Vinyl. Und kein DJ spielt freiwillig Scheisse.
Diese Leute (Guetta, SHM, Laidback Luke etc…), die ihr da vergeblich versucht zu dissen, nutzen den technischen Fortschritt zu ihren Gunsten. Und nur weil ihr es verpennt habt und dazu wahrscheinlich weder Taktgefühl noch Musikgeschmack besitzt, müsst ihr vor lauter Frust und Neid irgendwelche Hassbilder und Fake-Kommentare posten, damit auch jeder die abfällige Meinung, die ihr habt, lesen kann und irgendwann die ganze Welt sagt: “Ja, die können nichts, deswegen haben sie auch Millionen verdient und spielen auf Festivals mit über 60000 Leuten”. Denn was die können, kann ja jeder – ausser euch anscheinend. Macht irgendwie keinen Sinn, oder?
Wenn man keine Ahnung von der Materie hat, ist es besser, einfach mal die Fresse zu halten und nicht planlos Bilder zu verbreiten, die sich irgendeiner in Photoshop zurechtgestutzt hat. Das nennt man Lemmingverhalten, Mitläufer oder einfach nur Dummheit. Bildet euch eure eigene Meinung und übernehmt nicht immer die, die am meisten “Gefällt mir” auf Facebook bekommen hat.
Auch dem DJ des Ladens, in dem ihr euren Abend verbringen wollt, zu sagen, dass er eigentlich nichts kann, ist vielleicht nicht die beste Idee eures armseligen und anscheinend sehr langweiligen Lebens. Ihr solltet statt dessen vielleicht nochmal zum Barkeeper rennen und ihm sagen, dass der Cocktail ja nur gut schmeckt, weil der Shaker so geil und der Alkohol so super ist und dass das ja sowieso jeder kann. Und danach bestellt ihr euch gleich noch einen Longdrink, den ihr dann auf euren riesigen Stapel an offenen Deckeln schreiben lasst, denn für so ein bisschen Flüssigkeiten zusammen schütten wird doch wohl keiner Geld bezahlen…
Und jetz kauf ich mir die MP3 von AN21, Max Vangeli und der Swedish House Mafia. Das Teil heißt H8RS… Merkste was… Auf das alle Musik- und DJ Experten am Wochenende wieder drauf abfeiern, wenn ich die MP3 per SYNC mit meinem MacBook und dem Controller auflege. Jaja früher war alles besser….
New Setup
Nach 3 Jahren intensiver Nutzung des Numark DJ Controllers war es an der Zeit, langsam mal wieder aufzurüsten. Und meine Freundin und alle um mich herum hatten das wohl im Gefühl und haben mich zu meinem Geburtstag mal geupgradet – mit genau dem Controller, den ich mir eigentlich demnächst zulegen wollte!
Somit ist das Setup mit einem hochgezogenen und gepimpten MacBook air und dem Pioneer DDJ ERGO nun endlich so komplett, dass ich unglaublich flüssig arbeiten und auflegen kann. Der erste Mix ist auch schon damit aufgenommen worden und er ist – passend zum neuen Equipment – deep und sexy geworden (check auf Soundcloud !).
Und damit ihr auch mal wisst, mit was ich die Mixes schraube, die ihr euch Monat für Monat runterladen könnt, hier ein kleines Bildchen:








