PostHeaderIcon Fundstück das geteilt werden sollte

Ich habe beim Surfen im Netz diesen offenen Brief an Helen Fischer gefunden. Verfasst wurde er von einer gewissen Franca Lavinia Meyerhöfer. Ich hab bis heute noch nie was von dieser Person gehört, aber so einen sarkastischer, leicht motziger aber dennoch an der Grenze des Respekt „surfenden“ Brief musste ich einfach mal zur Diskussion stellen und weiter verbreiten. Spricht sie uns aus der Seele? Ist das übertrieben und nur weiteres Öl ins nervige „Ich bin überall und atemlos“-Feuer der Frau Fischer? Überzeugt Euch selbst:

„Liebe Helene,

halt doch bitte mal die Luft an. Am besten ganz lange.

Du bist ein Gourmeggle und wenn die Pflege stimmt, strahlt die Farbe. Jetzt bist du auch noch „Das Auto“, denn du hast nun sogar eine Volkswagen Sonderedition, samt urpeinlichem Werbespot, den dir keiner abkaufen will. Du bist aber vor allem eins: Überall. Und weißt du was? DAS NERVT.

Nicht, dass ich mich nicht daran gewöhnt hätte, dass die Werbeindustrie ihr Testimonial-Zugpferd der Stunde gerne so lange reitet, bis es mehr als tot ist. Ich komme auch damit klar, dass du viele Fans hast, die mich jetzt ziemlich hassen werden. Sie finden das eben toll, was du da machst. Und das dürfen sie ja auch. Geschmäcker sind verschieden und so.

Womit ich weitaus weniger klarkomme, ist, dass du offenbar bei jeder Gelegenheit ins gut bezahlte Rampenlicht hüpfst und trotzdem einen besseren Ruf hast als so mancher Dschungelcamp-Bewohner. Zumindest scheint es so zu sein.

Dich zu kritisieren ist quasi Volksverhetzung und dich doof zu finden verpönt. Die Nation muss dich feiern, denn du bist Deutschland. Du bist atemlos und ach so natürlich. Nur eins bist du nie: still.

Deine Karriere ist ohne Frage ziemlich beeindruckend. Als du dich auf dem Weg nach ganz oben über jede verfügbare Volksfest-Bühne geschunkelt und in stinkenden Bierzelten deinen Frohsinn verbreitet hast, konnte noch kaum jemand ahnen, was einmal aus dir werden würde.

Du hast hart für deinen Erfolg gearbeitet, immer mehr Fans mit deiner tollen Helenigkeit für dich gewinnen können. Die Karriere ging steil nach oben, alle waren glücklich, alles hätte so schön sein können. Du warst die Königin deiner Welt.

Doch dann hast du es übertrieben. Denn plötzlich bist du überall. Du wurdest quasi zum Mario Barth der deutschen Musik-Branche.

Und alle sollen dich lieben. Weil du ja so natürlich und sympathisch und einfach überhaupt die nette Helene von nebenan bist, die halt gerne in hautengen, roten Glitzer-Onsies über Bühnen hüpft und tausenden Menschen entgegenschreit, wie atemlos sie doch ist.

Aber da mache ich nicht mit. Ich liebe dich nicht. Es tut mir Leid, ich hoffe, dass du nicht daran zerbrichst, aber ich liebe dich nicht. Das ist übrigens kein Versuch, aus Gründen der Alternativität extra motzig gegen den Strom deiner atemlosen Fans anzuschwimmen.

Denn die haben ja gute Gründe, dich so unerbittlich zu verehren. Aber zu denen gehöre ich nicht. Nein, ich kann einfach nichts mit dir anfangen. Mit dir und deiner Musik und dir und deiner „natürlichen“ Art und dir und deinem immer-fröhlichen Gesicht. Ich mache da nicht mit.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Dein Erfolg ist eine tolle Sache und ich gönne ihn dir und deinen Fans von Herzen. Aber lass mich doch bitte einfach weiter mein unheleniges Leben leben und lauere mir nicht mehr in jedem Werbeblock mindestens einmal auf.

Du würdest uns beiden damit einen großen Gefallen tun. Ich müsste nicht mehr den Fernseher anschreien und wüst beschimpfen, sobald dein Gesicht darin auftaucht. Und du hättest sicher auch etwas davon. Vielleicht hält dein Ruhm ja länger, wenn du deine Auftritte ein bisschen bedachter dosierst…

Ein guter Rat zum Schluss: Mach doch mal Urlaub. Richtigen Urlaub. So richtig Urlaub. Mit deinem Flori. Aber ohne uns. Work Life Balance und so. Da hätten wirklich alle was davon.“

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